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RTMP in Belabox senden

Schicke das Bild deiner DJI-, GoPro- oder Action-Kamera drahtlos per RTMP in deine Belabox — so nutzt du die Bonding-Power auch für wireless Cams.

RTMP in Belabox senden

Belabox ist die kompromissloseste Bonding-Lösung für IRL-Streaming. Normalerweise schickst du HDMI per Capture-Card rein — aber du kannst auch drahtlos per RTMP senden. Perfekt für DJI-Kameras, GoPros oder Action-Cams, die keinen sauberen HDMI-Out haben.

Was du brauchst

  • Belabox (eigenes oder Cloud) mit aktuellem Firmware-Stand
  • WLAN-Adapter am Belabox (empfohlen: TP-Link T2U Nano oder T3U Nano)
  • DJI Mimo (für DJI-Cams), GoPro Quik oder vergleichbare Apps
  • Zugriff auf die Belabox-Weboberfläche (belaUI) über Cloud-URL oder belabox.local

1. Belabox als WLAN-Hotspot einrichten

Öffne die Belabox-Weboberfläche (belaUI) und gehe zum Netzwerk-Bereich.

  1. Wähle deinen WLAN-Adapter aus der Liste
  2. Klicke auf Hotspot-Modus aktivieren und bestätige
  3. Notiere die IP-Adresse, die belaUI dir anzeigt (z.B. 10.42.0.1)
  4. Name und Passwort des Netzwerks werden automatisch generiert — du kannst beide anpassen
Merk dir die IP. Die brauchst du gleich, um deiner Kamera zu sagen, wohin sie senden soll.

2. DJI-Kamera mit dem Belabox-Hotspot verbinden

  1. Öffne DJI Mimo und verbinde dich mit deiner Kamera
  2. Tippe oben links auf LIVESTREAM
  3. Wähle RTMP und tippe auf Start Livestream Settings
  4. Warte bis zu 90 Sekunden, bis das Setup-Menü vollständig geladen ist
  5. Tippe auf Select Network und wähle den Belabox-Hotspot aus
  6. Gib das Hotspot-Passwort ein

3. RTMP-URL eingeben

In das RTMP-URL-Feld in DJI Mimo trägst du ein:

rtmp://10.42.0.1:1935/publish/live

Ersetze 10.42.0.1 durch die IP-Adresse, die dir Belabox in Schritt 1 gezeigt hat.

Für GoPro gilt das gleiche Format — in der GoPro Quik App unter Live Streaming → Setup → Other.

4. Belabox Encoder auf RTMP-Input umstellen

Gehe zurück in die belaUI-Weboberfläche. Unter Encoder Settings:

  1. Setze den Input auf RTMP (statt HDMI)
  2. Wähle die Framerate, die deine Kamera sendet: 25, 30, 50 oder 60 fps
  3. Klicke auf Start

Nach ein paar Sekunden erscheint oben der Status RTMP ingest – live. Ab diesem Moment fließt das Kamerabild in Belabox und von dort per SRTLA zu deinem FizzyPeak-Ingest.

5. Im FizzyPeak Dashboard prüfen

Öffne dein FizzyPeak Dashboard → Stream Health und du solltest sehen:

  • Eingehender SRTLA-Stream aktiv
  • Bitrate matcht deine Encoder-Einstellung in Belabox
  • RTT unter 200 ms (bei gutem Mobilfunk)

Tipps aus der Praxis

Latenz-Budget im Kopf haben — RTMP fügt zwischen Kamera und Belabox ca. 1–3 Sekunden Latenz hinzu. Wenn du viel Live-Interaktion machst, behalte das im Kopf.

5 GHz statt 2.4 GHz — Der TP-Link T3U Nano kann 5 GHz. Das gibt dir mehr Bandbreite und weniger Interferenzen mit anderen Geräten. Nicht jede Kamera unterstützt 5 GHz — prüfe vorher.

Auto-Restart in der Kamera aktivieren — Falls dein Belabox-Hotspot einmal kurz wegbricht, verbindet sich die Kamera von selbst wieder.

Bitrate der Kamera > Belabox-Output — Setze die Kamera-Bitrate mindestens 50 % über deinem Belabox-Ziel. Qualitätsverlust durch Zwischen-Encoding wird so gering gehalten.

Häufige Fehler

RTMP ingest bleibt offline — prüfe, ob du den richtigen Port (1935) benutzt und ob der Firewall-Port offen ist. In der Cloud-Version von Belabox musst du den Port ggf. manuell freigeben.

Audio synchron, Video ruckelt — Framerate in Belabox und Kamera exakt gleich setzen. 30 und 29.97 sind nicht das Gleiche.

Kamera verbindet sich nur einmal — In manchen DJI-Firmwares bleibt der RTMP-Link nach einem Broadcast gesperrt. Kamera einmal komplett ausschalten hilft.


Noch Fragen? Öffne das Dashboard oder schreib im Discord #support.